#6 Die nachhaltige Arztpraxis | mit Dr. Klaus-Peter Schweiger
Shownotes
In der 6. KVN-Podcast-Folge spricht Dr. Klaus-Peter Schweiger aus Göttingen über seine grüne Praxis, warum Nachhaltigkeit immer wichtiger wird und warum er sich bei Health for Future engagiert. Dr. Klaus-Peter Schweiger beschreibt seine Philosophie der Praxis-Website so: „Wir sehen als medizinische Praxis Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Klimaanpassung als Aufgabe und Verpflichtung.“ Er und sein Team streben in ihrem medizinischen Alltag nachhaltiges und ressourcensparendes Handeln an, gesundheitliche Co-Benefits aller Klimaschutzmaßnahmen werden den Patientinnen und Patienten vermittelt und nachhaltiges Handeln ist für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Praxis verbindlich. Schweiger stellt im KVN-Podcast „ambulant relevant“ sein Nachhaltigkeitskonzept vor, spricht über seine Bemühungen das Thema den Patientinnen und Patienten im Alltag näher zu bringen und informiert auch über seine Arbeit bei Health for Future. Dort engagieren sich Menschen aus dem Gesundheitswesen, um auf die Auswirkungen der planetaren Krise auf die Gesundheit aufmerksam zu machen und ein klimaneutrales und resilientes Gesundheitswesen zu schaffen. Der ganzheitliche Ansatz zieht Klimaveränderung, Klimafolgen und die gesundheitlichen Konsequenzen ebenso ein wie Verteilungs- und soziale Fragen sowie Klimagerechtigkeit (healthforfuture.de) „ambulant relevant – der KVN-Podcast“ kann direkt hier, oder überall wo es Podcasts gibt, angehört werden. Alles rund ums Thema Schnittstellen auch im aktuellen kvn.magazin: https://www.kvn-magazin.de/ https://www.kvn.de/Podcast
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00:00:02: Ambulant
00:00:03: relevant.
00:00:05: Der Podcast der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen.
00:00:12: Ja, guten Tag und hallo zur sechsten Folge von Ambuland relevant dem Podcast der kvn.
00:00:19: Ich freue mich sehr dass wieder alle mit dabei sind Und wir sprechen in diesem podcast ja über die ambulante Versorgung in Niederson Über die Arbeit von niederegesächsischen Ärztinnen und Ärzten sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten Und natürlich über die Versorgung und deren Rahmenbedingungen.
00:00:36: Diesmal geht es um ein Thema, das derzeit in der Debatte rund um das Gesundheitswesen nicht gerade in aller Munde ist – aber trotzdem ganz schön wichtig!
00:00:43: Denn es geht um Nachhaltigkeit.
00:00:46: Die Diskussion über Nachhaltigkeits- im Gesundheitswesens ist längst nicht mehr nur ein nischen Thema und geht weit über die ökologische Dimension hinaus nachhaltigkeit im Gesundheitswesten um fast ökologique wirtschaftliche und medizinische Aspekte.
00:01:00: Mit meinem heutigen Gast möchte ich über ressourcenschone Prozesse im Praxisalltag und klimabedingte Gesundheitsbelastungen sprechen.
00:01:08: Seine Praxis in Göttingen ist als nachhaltige Praxis Klima-Umwelt Mensch zertifiziert, und er selbst ist auch Mitglied bei Health for Future.
00:01:16: Herzlich willkommen Herr Nova.
00:01:18: Dr.
00:01:18: Klaus Peter Schweiger!
00:01:20: Ja ganz herzlichen Dank für die Begrüßung.
00:01:23: Ich freue mich sehr dass ich heute dabei sein kann bei der jetzt glaube ich sechsten Sendung Und ich freue mich insbesondere, dass wir dieses Thema was ein Herzensthema von mir ist heute hier beleuchten können.
00:01:34: Ja toll, dass Sie gekommen sind in unser kleines KVN-Studio hier!
00:01:37: Sie sind Fahrrad für innere Medizin und Gastroentologie.
00:01:41: sie sind niedergelassen einer Praxisgemeinschaft in Göttingen und eben haben Sie mehr erzählt das Sie auch teilweise an der Universitätsmedizin in Götting tätig sind.
00:01:51: wenn Sie so viel medizinisch um die Ohren haben wie kommen Sie zum Thema Nachhaltigkeit?
00:02:00: Letztendlich war das, glaube ich, zwanzigachzehn.
00:02:02: Das war ein Sommer wo wir in den Niederlanden waren mit der Familie und gemerkt haben dass es in den niederlandenen so heißt ist dass wir nicht mehr barfuß zum strand gehen konnten kann mich gut erinnern dass das ein sommer war wo wir von der iss aus gesehen haben wie europa verdorpte.
00:02:18: das war sehr beeindruckend.
00:02:20: und dann ich habe eine praxis an einer großen hauptsstraße in göttingen ging zwanzich neunzehn die Demonstrationen von Fridays for Future los und dann eigentlich jeden Freitag an meiner Praxis vorbei.
00:02:33: Und ich habe irgendwann gedacht, ich hab drei wunderbare Töchter – das ist mir wirklich unendlich wichtig -, dass wir für die nachkommenden Generationen die Lebensgrundlagen erhalten, dass es nicht sein kann da nichts zu tun um bei Seite zu stehen.
00:02:48: Friday's For Future hat ja jetzt gerade neulich auch wieder eine große Demonstation auf die Beine gestellt.
00:02:53: Was würden Sie denn sagen, wie steht es denn um die Nachhaltigkeit in Deutschland jetzt ganz allgemein ab vom medizinischen oder vom Gesundheitswesen?
00:03:00: Ja, schwieriges Thema.
00:03:02: Ich bin den ganz dankbar dass sie das eben so aufgelöst haben, dass es halt nicht nur um Ökologie geht.
00:03:06: Es geht ja um Öko-logie, aber es geht auch um Ökonomie und es geht vor allem denke ich auch um soziale Nachhaltigkeits.
00:03:13: Und das ist glaube ich schon einfach schwierig weil wir im System leben, dass sich einem nicht gerade leicht macht nachhaltig zu verhalten.
00:03:20: selbst wenn sich größte Mühe geben werden sie nicht richtig nachhaltig leben können, einfach weil das System eher auf Wachstum und schnellen Konsum aufgelegt ist.
00:03:30: Von daher ist da glaube ich noch viel zu tun.
00:03:32: umgekehrt wissen wir aus Umfragen dass auch jetzt noch ein Großteil der Deutschen das Thema einfach sehr wichtig findet und auch der Meinung ist, dass da politisch mehr getan werden sollte.
00:03:43: Sie sprechen es an, politisch sind wir ja gerade quasi im Dauerkrisen.
00:03:46: Modus Ukraine Iran Gaza Trump Putin da kann man eine ganze Menge aufzählen.
00:03:54: Nur eine Krise spielt ja eigentlich momentan kaum eine Rolle nämlich die Klimakrise.
00:03:59: Was sagen sie zu dem Umstand dass das politisch gerade so ein bisschen in den Hintergrund gedrängt wird Obwohl wenn man jetzt gerade die Energiekrise betrachtet der Weg doch eigentlich zu den Erneuerbaren gegangen werden müsste?
00:04:11: Ja ich finde es kurzsichtig Und ist es umgekehrt auch sehr verständlich.
00:04:15: Also, ich glaube wir erleben das ja alle so dass wir kaum noch Nachrichtenmedien konsumieren können ohne dass irgendwelche Krisen auf uns einstirmen und ich denke die Kapazitäten sind dann irgendwann erschöpft.
00:04:29: Nichtsdestoweniger ist es so, dass die Klimakrise einfach die größte Bedrohung unserer Gesundheit und unser Lebensgrundlagen im XXI.
00:04:36: Jahrhundert ist den Nachteil hat, wenn Sie so wollen dass sie sozusagen still im Hintergrund abläuft und es keine lärmenden Akteure gibt die sich dauernd in den Vordergrund drängen.
00:04:46: Nichtsdestoweniger glaube ich ist es ein fataler Fehler da Business as usual zu machen und der Krise einfach nicht die Bedeutung zu geben, die sie hat.
00:04:57: also das is kein nice to have Das ist wirklich lebensrelevant für uns alle Und von daher sollten wir uns da wirklich sehr bemühen auch im Angesicht vieler Krisen einfach tätig und wach zu bleiben.
00:05:11: Und ja, sie haben es angesprochen!
00:05:14: Es gibt einen... Eine schöne Reihe gerade, die heißt Fun Facts.
00:05:19: Da kann ich mich an einen Beitrag von Luisa Neubauer erinnern.
00:05:23: Die Sendung mit den Worten begann.
00:05:24: Christian Lindner hat einmal recht gehabt das vieler relativ schwer der Satz aber es ist in der Tat so und sie bezog sich halt auf sein Statement im Deutschen Bundestag als er sagte regenerative Energien sind Freiheitsenergien und ich denke da hat er völlig recht ganz abgesehen von nachhaltigen Themen.
00:05:41: Darf ich fragen wie alt ihre Töchter sind?
00:05:42: Wie sehen die das Thema?
00:05:45: Meine Töchter sind dreißig, siebenundzwanzig und einundzwannzig.
00:05:50: Ja und ich glaube wir belasten die junge Generation mit diesen Themen schon gewaltig und insbesondere halt auch weil die Jungen nicht den Eindruck haben dass die Älteren sich da adäquat engagieren.
00:06:04: also das wäre so mein Eindruck.
00:06:06: Sie haben ja Herrn Lindner angesprochen hat er mittlerweile nicht mehr ganz viel zu sagen aber was würden sie sich von der aktuellen Bundesregierung wünschen?
00:06:15: Ich glaube, dass sie sich einfach ehrlich machen muss und diesem Thema die Bedeutung geben muss.
00:06:21: Klimaschutz ist kein nice to have!
00:06:24: Wir wissen es sowohl ökologisch aber auch natürlich ökonomisch relevant.
00:06:29: Und ich glaube das ist wichtig, dass Politik vorangeht und darstellt, dass es nicht so weitergehen kann wie bisher.
00:06:39: Das ist das was ich wirklich sehr stark vermisse.
00:06:42: Wir müssen uns ändern.
00:06:43: Ich glaube, das ist unumgänglich und ich meine wir sehen es immer wieder dass man wirklich mit unendlichen Summen versucht den Status quo zu erhalten was nicht funktionieren wird.
00:06:51: diese Gelder und das würde ich mir von der Politik wünschen sollten lieber in die Transformation investiert werden also in zukunftsträchtige nachhaltige Investitionen die uns dazu befähigen diesen Herausforderungen einfach standzuhalten.
00:07:05: Sie gehen ja mit ihrer Praxis da ein Stück weit voran.
00:07:09: Vielleicht können wir da mal drauf gucken, auf Ihrer Webseite von Ihrer Praxis schreiben Sie Klimaschutz und Nachhaltigkeit.
00:07:14: Und auch Klimaanpassung sind Aufgabe und Verpflichtungen für sie.
00:07:18: Können Sie das mal ein bisschen erläutern was das konkret für Sie heißt?
00:07:24: Nachhaltigkeits- und Klimaschutz sind das Gesundheitsthema im XXI Jahrhundert.
00:07:29: Ich glaube es bedeutet für mich und für mein Team dass wir versuchen planetare Grenzen zunehmend zu respektieren.
00:07:37: Das hat, denke ich, vielerlei Facetten.
00:07:40: Einerseits müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass das Gesundheitssystem je nach Daten vier Komma vier bis fünf Prozent der weltweiten Emissionen verantwortet.
00:07:51: Wir sind selbst Verursacher der Krise die wir dann auch medizinisch behandeln müssen wenn sie so wollen.
00:07:58: also da sind wir sicherlich gefragt uns zu hinter fragen wie wir unsere Ressourcen sinnvoll einsetzen.
00:08:08: Ich würde mir wünschen, dass wir – und das ist so das was mich als Gastroenterologe tagtäglich einfach beschäftigt -, dass wir wirklich wissenschaftliche gute Daten bekommen die uns ganz klar den Wegweisen zwischen Hygiene-und-Ressourzenverbrauch.
00:08:24: ich habe den Eindruck, dass Hygienen natürlich da brauchen überhaupt nicht drüber zu diskutieren.
00:08:28: Das höchste gut ist, dass in der Medizin haben aber durch den sehr starken Eindruck, dass die Entscheidungen, die da getroffen werden teilweise auf einer sehr dünnen Datenbasis beruhen.
00:08:40: Sodass vielleicht andere alternativen Ressourcen schonender sein könnten, die nicht unbedingt Hygiene schlechter wären.
00:08:45: aber da fehlen einfach wirklich wissenschaftliche Arbeiten.
00:08:47: das würde ich mir sehr wünschen.
00:08:48: Können
00:08:49: Sie das konkretisieren?
00:08:50: Setzen sie in Ihrer Praxis was um, was andere nicht umsetzen?
00:08:54: Es ist schwierig.
00:08:55: Die Systeme sind so, dass sie erst mal wirklich Arbeit investieren müssen um nachhaltige Lösungen zu finden.
00:09:03: Ein konkretes Beispiel wäre, wir arbeiten ja viel mit Gerätschaften in der Endoskopie, Zangen, Schlingen und Ähnliches.
00:09:09: Und von denen sind ganz viele doppelt verpackt und einige nur einzeln verpackт.
00:09:14: Doppelt verpackt – das ist eine Frage der Haltbarkeit nach der Stereolisation.
00:09:17: Sie können aber sehr gut auch wenn sie wissen dass sie in einem bestimmten Zeitraum einfach die Dinger verbrauchen können sie einfach Verpackte nehmen und sparen da viel Müll.
00:09:27: TI-während ein Thema,
00:09:29: wenn ich da nochmal einhaken darf.
00:09:30: Das ist ein Thema der Industrie oder?
00:09:32: Das
00:09:32: ist auch ein Thema in Industrie aber auch eine Nachfrage genau.
00:09:37: Haben Sie denn den Eindruck, ist die Industrie offen für solche Vorschläge?
00:09:41: Ja, ich denke es kommt darauf an dass da die nötige wirtschaftliche Power einfach hintersteckt.
00:09:45: das ist sicherlich nichts wo die industrie zuckt wenn einer Praxis fragt.
00:09:49: Ich denke wenn da Fachverbände fragen würden wäre das ein anderes thema.
00:09:53: Genau TI wollte ich gerade noch ansprechen Sinnstiften, was das Thema papierlose Praxis angeht.
00:10:01: Also da haben wir, denke ich im letzten Jahr wirklich sehr viel einsparen können.
00:10:05: Das heißt?
00:10:06: Können Sie das konkret gesehen?
00:10:07: Ja, das heißt dass wir zum Beispiel Labrobefunde nicht mehr wie früher als Papierausdruck bekommen sondern online, dass wir eigentlich sämtliche Arztbriefe jetzt nur noch per Kim verschicken.
00:10:15: Dass wir Befunde von Histologien die wir angefordert haben auch elektronisch bekommen.
00:10:21: also eigentlich ist da kaum noch Papierverkehr.
00:10:23: Sind
00:10:23: sie dann auch ein Fan der Epa?
00:10:26: Ja, im Prinzip.
00:10:28: Ich finde es sehr hilfreich für den Menschen vor mehr Sitzen die Schwierigkeiten haben zum Beispiel sich an ihre Medikamente zu erinnern wo ich einfach nur in die EPA gucken muss und da stehen sie dann.
00:10:39: Ich glaube Sie müsste noch deutlich besser organisiert werden.
00:10:42: nicht meine zurzeit ist das so dass sie vier bis fünf Einträge haben.
00:10:44: wenn der EPA das ist dann kein Problem der Übersichtlichkeit.
00:10:48: ich glaube sobald die mehr und ausführlicher befüllt wird für das sehr unübersichtlich.
00:10:52: ich glaube da müsste man sich nochmal über Ordnung Ideen Gedanken machen.
00:10:56: Aber würden Sie sagen, dass Digitalisierung grundsätzlich ein Teil der Nachhaltigkeit in einer Arztpraxis sein kann?
00:11:03: Kann es sein?
00:11:03: ja.
00:11:04: Das denke ich schon.
00:11:05: also einfach weil das Arbeitsabläufe verschlangt und vereinfacht.
00:11:09: Ihre Praxis ist ja zertifiziert.
00:11:13: Was heißt das?
00:11:14: was haben sie da gemacht?
00:11:16: wo haben sie sich zertifikiert und was bedeutet das für sie in ihrer Praxis?
00:11:20: Ja, wir sind nach den Kriterien des Aquainstitutes zertifiziert als nachhaltige Praxis und letztendlich bildet dieses Siegel genau diese drei Kriterchen ab die sie eingangs auch angesprochen haben.
00:11:32: Also es geht nicht nur um Ökologie sondern es geht insbesondere auch um soziale Nachhaltigkeit, um Dinge, die im Team passieren, um Schulungen, um Chancengleichheit.
00:11:46: aber es geht halt insbesondere auch den Versuch sozusagen Ressourcen schon zu arbeiten.
00:11:52: und darüber hinaus haben wir natürlich noch, das hat man bisher noch nicht thematisiert.
00:11:55: Das ganz große Thema der Anpassung.
00:11:57: Wir haben ja in jedem Hitzesommer wieder die Problematik dass wir einfach mit dieser Hitze umgehen müssen.
00:12:03: Das betrifft uns zum Beispiel dahingehend, dass bestimmte Medikamente nicht mehr im Raum lagern können sondern einfach anders gelagert werden müssen weil die Raumtemperaturen so sehr steigen.
00:12:13: Wir müssen jetzt als Gastroenterologin Im Vollschutz arbeiten, wie es ja in Corona-Zeiten noch war.
00:12:22: Aber wir sind doch immer noch geschützt und das ist einfach auch ein Thema bei Hitze die sowohl Ärztinnen und Ärzte als auch das Team einfach erheblich körperlich beansprucht.
00:12:32: Und da muss man einfach sehen, wie das funktioniert.
00:12:34: Dafür führt so eine Nachhaltigkeit Siegel zum Beispiel dazu, dass sie einen strukturierten Hitzeplan einfach erarbeiten und sich überlegen, wie sie in den bestimmten Situationen reagieren.
00:12:44: Das ist sehr hilfreich weil Hitze kommt ja immer überraschend, aber man hat ja kühle Monate in denen man sich vorbereiten kann und einfach überlegen kann was man dann tut wenn irgendwie bestimmte Wetterlagen einfach eintreten.
00:12:59: Vorbereitung heißt ja da müssen sie ihr Team auch mitnehmen bei solchen Fragen reicht ja nicht wenn Sie das ganze alleine machen.
00:13:05: wie reagieren die Mitarbeitenden darauf wenn sie sagen wir können hier nachhaltiger werden ist der Verständnis vorhanden oder müssen sie viel Überzeugungsarbeit leisten?
00:13:14: Ich glaube gegenseitig viel voneinander gelernt.
00:13:20: Es ist im Team natürlich wie in der Gesamtbevölkerung, aber ich glaube die überwiegende Mehrheit ist primär erstmal sehr besorgt wegen dieses Thema und möchte gern was tun.
00:13:29: Fühlt sich häufig einfach hilflos und hat auch Angst vor sozialem Abstieg, Wertverlust und ähnlichem.
00:13:39: Das ist glaube ich wie gesagt im Team genauso wie in Gesellschaft und ich denke das sind aber Dinge, die man durch entsprechende Schulungen auffangen kann.
00:13:48: Ich habe umgekehrt gelernt, dass es auch ganz wichtig ist, dass man wirklich jeden Menschen einfach schaut wie man ihn anspricht und das man da häufig einfach auch Themen findet die verbinden und wo man dann die Menschen mitnehmen kann.
00:14:02: Und unterm Strich war dieses Siegel jetzt, Agwa möge mir verzeihen natürlich auch wegen des Siegels wichtig aber letztendlich fand ich besonders relevant den Weg mit dem Team gemeinsam dahin denn da haben wir viel bewegen können.
00:14:17: Was gibt es noch an Möglichkeiten, um nachhaltiger zu werden?
00:14:20: Haben Sie bauliche Änderungen Ihrer Praxis auch vorgenommen?
00:14:23: Das ist in der Tat in dem Mietverhältnis extrem schwierig.
00:14:26: Wir haben da intensiven Austausch mit den Vermietern gehabt die uns lange Zeit zum Beispiel eine Photovoltaik aufm Dach zugesagt haben das nie gemacht haben also dass es in der tat schwierig.
00:14:36: Die baulichen Maßnahmen die wir haben sind in der taten nur Anpassung also Verschattung.
00:14:39: Können
00:14:40: Sie vielleicht nochmal ein, zwei Beispiele nennen?
00:14:42: Hitzeschutzplan haben sie gesagt.
00:14:43: Papiervermeidung.
00:14:45: Ja gut ich meine, Sie können natürlich relativ banal gucken bei wem Sie Strom kaufen.
00:14:50: das ist unspektakulär und einfach machbar.
00:14:54: und Sie können über Mobilität nachdenken jetzt zumindest was die Mitarbeitenden angeht.
00:14:59: wir sind gerade jetzt dabei den entsprechenden Fahrradstellplätze zu bauen einfach weil die Bereitschaft auch wirklich steigt mit denen Fahrrädern einfach zur Arbeit zu kommen, auch über längere Strecken.
00:15:10: Das ist jetzt ja mit E-Bikes durchaus gut möglich.
00:15:13: Sie können falls das gewünscht wird dass durchaus auch als Betriebsrat dann als Arbeitgeber den Arbeitnehmenden zugutekommen lassen.
00:15:23: und letztendlich haben wir als Ärztinnen und Ärzte natürlich immer die Möglichkeit diese ganzen Win-win-Szenarien, die wir hier haben im Klimaschutz.
00:15:33: Diese gesundheitlichen Win-Win-Scenarien sowohl im Team als auch mit dem Patientinnen und Patienten einfach ins Gespräch einzubringen.
00:15:40: Und da ist es natürlich gut fürs Klima wenn sie mit einem Fahrrad kommen aber das ist natürlich genauso gut für ihre Gesundheit Für das Klima gut, wenn Sie den Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Ernährung folgen und nicht mehr in Kilo Fleisch pro Woche essen sondern nur weniger als dreihundert Gramm.
00:15:59: Aber es ist natürlich auch gut für die Gesundheit!
00:16:01: Und so haben sie so viele Win-Win-Szenarien, die einfach die Sinnhaftigkeit dieser Thematik bei vielen Menschen dann noch sehr plausibel machen.
00:16:10: Trotzdem glaube ich, ist das Thema ja auch bei Ihren Kolleginnen und Kollegen in der Ärzteschaft noch nicht allzu weit verbreitet.
00:16:16: Wenn ich das so ganz vorsichtig sagen darf wie sehen Sie das?
00:16:19: Wie weit sind vielleicht Praxen in Ihrer näheren Umgebung mit dem Thema vorangekommen?
00:16:25: also wir hatten Bei dem thema Kontakt mit einigen praxen gerade was jetzt so dass die überschrift grüne praxis anging.
00:16:33: Und schlussendlich ist es so dass Ja wir da auch viel interesse einfach gesehen haben die Besorgtheit mit dem Thema.
00:16:43: Es ist so, dass das Interesse groß ist aber, dass der Arbeitsalltag häufig dann doch die Kapazitäten fehlen zur Umsetzung.
00:16:51: und da gibt es einfach ja viele Themen, die dann im Vordergrund stehen wie die Telematik, die ja durchaus sage ich mal mühsam ist bei der Einführung.
00:16:59: wir müssen da und mit irgendwelchen Abrechnungsreformen umgehen lernen.
00:17:03: Der Arbeitsalltag, die Ausgabenseite, die ist ja durchaus nicht unproblematisch.
00:17:07: Da war jetzt gerade im letzten Ärzteblatt eine Statistik, dass die Ausgaben einfach abgenommen haben.
00:17:13: Und dann ist es natürlich auch schwierig Menschen zu motivieren Dinge zu tun von denen sie glauben das sie mehr kosten wobei das eigentlich so auch nicht stimmt.
00:17:22: Genau aber da würde ich schon nochmal nachhaken.
00:17:23: also die wirtschaftliche Seite der Nachhaltigkeit kostet Sie nur oder hat sie Ihnen auch schon Geld gespart?
00:17:30: Ich würde sagen sie kostet nicht unbedingt aber sie nutzt mir finanziell nicht.
00:17:35: so würde ich sehr formulieren glaube
00:17:38: Also ist es für das gute Gewissen oder fürs
00:17:41: Image Ihrer Praxis?
00:17:43: Nein, wie gesagt.
00:17:44: Es ist dafür dass wir dieses Thema einfach das uns wichtiges voranbringen.
00:17:48: ich denke was wir sparen Das würde ich sagen ist definitiv jede Menge Papier Wir sparen jede Menge Porto.
00:17:56: also das sind schon Dinge.
00:17:57: aber es ist jetzt nicht so und Ich glaube das ist das was kommen muss Dass sich auf den Markt gehe Und sehe die billigste Zange die ich Guten Gewissens, der Qualität halber kaufen möchte ist auch die Nachhaltigste.
00:18:10: Sondern da muss ich wirklich ernsthaft suchen und in der Regel ist es nicht die günstigste Und ich glaube das wäre was, was sich auch von Politik- und Standardsvertretungen erwarten würde Dass das einfach wirtschaftlich abgebildet wird und ich meine schön wäre es natürlich wenn das auch im leistungsgatalog honoriert würde.
00:18:25: Das würde ich auch so sehen.
00:18:26: Noch mehr Wissenswertes zum heutigen Podcast Thema jetzt auch im neuen KVN Magazin Ab sofort voll digital.
00:18:34: Darin beleuchten wir zahlreiche weitere Facetten der Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen.
00:18:39: Unter anderem mit Interviews und Videoreportage!
00:18:42: Wir klären, was macht das Niedersächsische Aktionsforum Gesundheit & Klima kurz NAGUC?
00:18:48: Außerdem geht es um die Klimadocs oder um barrierefreiheit in Arztpraxen – und es gibt praktische Tipps für mehr ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeits.
00:18:59: Weiter informieren zum Thema im neuesten KVN-Magazin jederzeit auf kvn-magazin.de.
00:19:07: Und jetzt geht es weiter mit der Podcast Episode!
00:19:12: Gehen wir nochmal von der Praxisorganisation weg und hin zur Versorgung.
00:19:17: die Patientinnen und Patienten, die bei ihnen in der Praxis sind betrifft das Thema ja auch.
00:19:22: Sie haben den Klimawandel angesprochen und was das für die Gesundheit bedeutet, wie muss sich Versorgung in Zeiten des Klimawandels eigentlich verändern?
00:19:32: Ich glaube dass wir uns drüber klar sein müssen, dass wir so ein bisschen von der Wachstumsversorgung wegmüssen.
00:19:42: ich meine wir sehen ja dass wir was Untersuchungen angeht in Europa meiner Kenntnis nach zumindest führend sind, was nicht dazu führt dass wir zwangsläufig jetzt die gesündesten in Europa sind ganz im Gegenteil.
00:19:56: Es sind wir momentan da glaube ich gerade wieder abgestiegen.
00:19:59: also da ist etwas wo wir denke ich guten gewissens gesundheitlich und medizinisch umdenken können und auch ressourcensparernden denken können.
00:20:06: Und ich glaube das Klimaschutz und da sind wir jetzt wieder bei der Gastroenterologie als großen präventiven Fach.
00:20:13: Ich glaube das klimaschutz einfach das Präventionsthema dass wir in der Gesundheitspolitik haben und sehen sollten, einfach durch diese ganzen Win-win-Szenarien über die wir schon sprachen.
00:20:26: Dazu kommt halt noch das natürlich... Alles was wir tun, was schlecht fürs Klima ist will sagen verbrennen fossiler Energieträger dazu führt dass wir Luftverschmutzung haben.
00:20:35: Wir wissen das jeder dritte Herzinfarkt, der dritte Schlachanfall letztendlich auf Luftschadstoffe zurückzuführen ist.
00:20:41: also das wären alles präventive Themen die wir angehen können und sollten und ich glaube da müsste sich das Gesundheitswesen einfach ändern und Ich glaube auch dass wir uns einstellen sollten Katastrophenfähig sind.
00:20:56: Das ist, glaube ich auch noch so ein Punkt der mir wichtig wäre.
00:20:59: Wir haben das im Ahrtal gesehen was passieren kann?
00:21:01: Ich glaube es geht schnell und wir müssen einfach in der Lage sein dass die Systeme da reaktionsfähig werden.
00:21:08: So traurig das ist.
00:21:10: Momentan.
00:21:10: Wir nehmen heute am twenty-zwanzigsten April auf sprechen sehr viel über die Reformbennmührung des Bundesgesundheitsministeriums und der Ministerin Waken die ja eben die Finanzen der Krankenkassen stabilisieren will.
00:21:25: Struktureformen sind im Gesundheitswesen sicherlich notwendig, um zu mehr Nachhaltigkeit zu kommen.
00:21:30: Was können denn die ärztlichen Standesvertretungen tun, um das Thema voranzubringen?
00:21:35: Ich glaube sie sollten sich des Themas annehmen.
00:21:37: erst mal, dass tun Sie ja und da würde ich mir eigentlich nur wünschen, dass Sie die Beschlüsse des hundertzwanzigsten Ärzte-Tages von einundzwanziger Umsätze nicht darf, dass man wörtlich zitiert.
00:21:48: Da ist eigentlich alles drin was Wissen muss, da wurde beschlossen dass der hundertzwanzigste deutsche Ärztetag zwanzig einundzwanziger ist als ärztliche Pflicht begreift und als wichtiges ärztliches Anliegen.
00:22:02: Jetzt die Auswirkungen des Klimawandels klar zu benennen, die gesundheitliche Bedrohung durch den Klimawandel aufzuzeigen gegen Maßnahmen einzufordern und mit dazu beizutragen dass sich das Gesundheitssystem auf die Bewältigung der Folgen des Klimewandels vorbereitet um bei jeglichem Handeln zum Wohle der gesundheit klimaschädlichen Auswirkung vermeidet.
00:22:21: Also da steht eigentlich alles drin was man denke ich von Standardspolitik aus umsetzen sollte.
00:22:27: Es wurde auch eine Klimaneutralität-Zwanzig, dreißig beschlossen.
00:22:30: Ich glaube da sind wir weit weg.
00:22:31: also wohlgemerkt im Gesundheitssystem und ich glaube das ist da halt auch und das wäre mein Wunsch zu fordern ist dass man nicht einfach Zielmarken in die Welt streut die dann nicht so halten sind.
00:22:41: Ich glaub das sollte schon ein verantwortlicher Umgang mit solchen Zielen sein.
00:22:47: Sie ganz persönlich sind ja intensiv dabei diese Ziele irgendwie zu erreichen einmal mit ihrer Praxis und darüber hinaus engagieren sie sich auch bei Health For Future.
00:22:57: Fridays for Future kennen wir alle, Hells For Future vielleicht noch nicht alle.
00:23:02: Stellen Sie uns doch den Verein mal ganz kurz vor.
00:23:04: und wie sind sie auch dazugekommen dort mitzumachen?
00:23:07: Ja vielleicht das letzte zuerst also ich hatte erzählt dass die Fridays immer an meiner Praxis vorbei gelaufen sind und ich hatte gedacht es da eigentlich im Gesundheitswesen auch was geben müsste gab es zu der Zeit aber in der Tat nicht.
00:23:19: deswegen hatte ich einen kurzes Intermezzo bei den Scientists for Future, die es damals schon gab und irgendwann gab's dann auch Health for Future.
00:23:27: Das war denke ich Ende zweizig neunzehn, dass das begonnen wurde.
00:23:30: Letztendlich ist das eine Organisation unter dem Dach der deutschen Klima, Allianz für Klima- und Gesundheit klug Die aus Beschäftigten im Gesundheitssystem besteht also bei Weitem nicht nur Ärztinnen und Ärzte sondern natürlich auch Pflegendeheb am Physiotherapeuten nun gerade auch viele Psychologinnen, wobei die auch noch mal selbstständig organisiert sind bei den psycholossisches for future.
00:23:55: Und das Ziel ist letztendlich einerseits am Gesundheitssystem zu arbeiten wir hatten das vorhin schon als Verursacher der Krise dass man da einfach sehen muss dass man nachhaltig wird und das zweite ist halt Das Thema planetare Gesundheit einfach zu denken und dass sich die Planetäre gesundheit letztendlichen nicht von der Gesundheit der Menschen einfach trennen lässt.
00:24:17: Slogan Healthy Planet, healthy people.
00:24:21: Und es ist so das letztendlich ... Das Ziel ist, dass ein gutes und gesundes Leben für alle Menschen innerhalb der planetaren Grenzen umgesetzt werden kann.
00:24:30: Wir haben den Eindruck bei Health for Future über diese Gesundheitsthematik und die Win-Win-Szenarien, die wir schon angesprochen hatten einen großen Motivationsfaktor haben können, wenn wir mit Patientinnen und Patienten ins Gespräch gehen.
00:24:44: Aber auf die Straße wie Fridays For Future gehen Sie noch nicht?
00:24:47: Doch!
00:24:47: Wir gehen eigentlich immer mit den Fridays mit als Health for Future und hatten hier zum Beispiel eine größere Demo selbst angemeldet, als es um die Neubauten der UMG und der MHA ging.
00:25:03: Die letztendlich dann beim damaligen Minister Thümler endete.
00:25:09: Das heißt ... Der Neubau in Göttingen steht ja an?
00:25:13: Haben Sie da irgendwie versucht nachhaltige Themen zu platzieren?
00:25:17: Ja, das war uns sehr wichtig.
00:25:19: Weil wie gesagt Gesundheitssystem als Verursacher der Krise.
00:25:24: da sind natürlich Bauten ganz relevant und umso mehr Großkliniken die einerseits eine Baulichkeit haben aber andererseits auch einen erheblichen Energieverbrauch.
00:25:34: Und wir haben uns da sehr bemüht und es ist über die Jahre gut gelungen mit der DBHN der Dachbaugesellschaft und Herrn Landry ins Gespräch zu kommen und mit den lokalen Baugesellschaften in Göttingen und Hannover Und führen da regelmäßige Gespräche und haben schon den Eindruck, dass da das Thema einfach gesehen wird.
00:25:52: Und dass wir auch Themen bewegen konnten.
00:25:54: Wir hätten uns natürlich wesentlich mehr gewünscht als es letztendlich geworden ist aber... ...wir haben da denke ich schon Dinge bewegen können und das hat einen wirklich vertrauensvollen Austausch gegeben und gibt es immer noch.
00:26:06: Aber ich vermute, dass Geld spielt auch da eine große Rolle.
00:26:08: Können Sie trotzdem ein Beispiel nennen was jetzt kommt?
00:26:11: Was vorher nicht auf dem Plan stand?
00:26:13: Ja ja, Geld spielt natürlich eine große Role.
00:26:17: Wobei, da sind wir jetzt wieder bei Christian Lindner.
00:26:22: Schlussendlich ist es ja so dass wenn wir sagen universitäre Kliniken sind Energiefresser, sind die Freiheitsenergien von denen wir sprachen natürlich sehr günstige Alternativen und das ist nicht günstig.
00:26:32: Das sehen wir jetzt gerade wieder auf Gas und Öl zu setzen.
00:26:36: also das ist sicherlich was auch ökonomisch wichtig ist und ich meine Wir haben ja sicherlich dem Punkt zu machen, dass Klimaschutz ökonomisch sinnvoll ist.
00:26:46: Nicht nur ökologisch – das ist ja auch ein ganz wichtiger Punkt was wir erreicht haben.
00:26:51: um kurz heizuleiten jetzt wäre ein Punkt der lange Zeit im Gespräch war aber die Sterilisation und die Dampfsterilisation in der UMG die lange Zeit als unabänderlich fossile zu betreiben galt und die jetzt elektrisch betrieben werden soll was ich gut finde, weil ich glaube alles, was potenziell auf Fossilität gesetzt hätte, wäre im Nachgang dann ja auch nicht veränderbar.
00:27:18: Ich nehme an Sie sind in der Regionalgruppe Göttingenweils for Future dabei.
00:27:25: Jetzt träumen sie nochmal mit einem Satz Werbung für die Gruppe machen.
00:27:27: Suchen Sie noch Mitstreiterinnen und Mitstreitern?
00:27:29: Ja jederzeit gerne!
00:27:30: Und wie gesagt also gerne natürlich aus dem ärztlichen Bereich aber unbedingt auch aus der Pflege.
00:27:36: Das ist, denke ich ganz wichtig.
00:27:38: Dass wir da unterschiedliche Aspekte beleuchten.
00:27:41: Physiotherapeuten sind gerne willkommen.
00:27:43: Wer möchte und das hört und Interesse hat?
00:27:46: Wir haben eine Homepage.
00:27:47: Da kann man Kontaktdaten finden jederzeit und gerne.
00:27:52: Wir kommen schon langsam wieder zum Schluss.
00:27:53: Wir haben ein paar Themen beleuchte können.
00:27:56: noch mal am Ende gefragt in zehn Jahren wo sehen Sie das Gesundheitswesen da in Sachen Nachhaltigkeit?
00:28:01: Kann man das überhaupt beantworten?
00:28:05: könnte man jetzt über Dystopien und Utopien reden.
00:28:09: Ich finde ja, wir sollten heute über Utopian reden.
00:28:12: Und ich denke wenn ich ein Gesundheitssystem in zehn Jahren mir ausmahle und wir haben uns auf den Weg gemacht dann haben wir in zehn jahren erkannt wo die Dringlichkeit der Thematik ist.
00:28:23: Wir haben erkannt dass uns das umsetzen dieser ganzen Probleme nicht behindert sondern dass es uns nach vorne bringt Und dass wir uns damit weiterentwickeln und dass wir selbst auch in der Lage sind, zukunft positiv zu gestalten.
00:28:35: Also Zukunft ist ja letztendlich nichts was Gott gegeben ist sondern es ist das, was wir daraus machen.
00:28:42: Ich finde es einfach ganz wichtig, dass wir nicht von Pessimisten einreden lassen.
00:28:46: Es sei alles sowieso schon viel zu spät und wir könnten nichts machen.
00:28:49: ich glaube, dass es einfach nicht war.
00:28:50: Ja!
00:28:51: Das sind Dinge denke ich schon die sich ändern werden.
00:28:55: Aber ich denke, lassen wir uns einfach aufbrechen und das tun was wir tun müssen.
00:28:58: Ich glaube wir werden sehen dass diese ganzen Veränderungen die wir hier zu fürchten dazu führen Dass wir eine lebenswertere Umwelt bekommen wenn wir uns von der Fossilität trennen.
00:29:09: Ja dann hoffe ich dass wir mit dem Podcast ein paar von Ihren Kolleginnen und Kollegen heute aufrütteln konnten dass sie einen Mitstreit erfinden dass wir das Thema nach vorne bringen.
00:29:17: Jetzt haben wir noch unsere Rubrik.
00:29:23: Drei Punkte aus unserem Gespräch oder die sie noch loswerden wollen, die Sie ganz wichtig finden?
00:29:29: Ich finde es wichtig dass wir uns darüber klar werden das ähm ... Die Veränderungen kommen und dass wir sie denke ich annehmen müssen.
00:29:39: Dass sie aber nicht zum Schlechten sind.
00:29:40: Ich glaube, dass ist ganz ganz wichtig ist, dass wir sehen, was wir tun müssen sozialverträglich ist.
00:29:47: Das ist ein Punkt den wir bei Corona glaube ich nicht gut erledigt haben.
00:29:52: Und ich glaube, das ist bei Klimaschutz denke ich ein ganz wichtiger Punkt und ich glaube dass wir immer im Kopf behalten wollen, dass wir diese Erde letztendlich nur geliehen haben und wir sollten doch an die kommenden Generationen denken nicht zuletzt auch im Sinne des Urteils vom Bundesverfassungsgericht.
00:30:11: Eine Gruppe über die wir zwar gestriffen haben aber noch nicht so richtig drauf geguckt haben sind ja die Patientinnen und Patienten.
00:30:18: Wie ist das bei Ihnen in der Praxis?
00:30:19: Was geben Sie denn mit auf den Weg bzw.
00:30:21: sind die empfänglich für nachhaltige Themen im Rahmen Ihrer Behandlung?
00:30:28: Ich denke, dass es in einer Facharztpraxis nicht ganz so einfach wie in einer hausärztlichen Praxis, weil die Kontakte da häufig sehr kurz sind und sie schon einen Vertrauensverhältnis brauchen.
00:30:39: Wir sehen zu, dass wir anhand von Themen, die wir bearbeiten letztendlich den Zugang kriegen.
00:30:46: Einerseits bin ich überrascht, also ich habe zwei bis drei Klima-Atlanten ausgelegt wie oft da einfach drin gestöbert wird.
00:30:54: Das sind im Übrigen sehr interessante Bücher für denen der sich es mal besorgen möchte.
00:30:59: und dann haben wir natürlich in der Gastroenterologie Themen wo man auch in die Nachhaltigkeit einsteigen kann – Wir wissen das!
00:31:07: Die Genese des Kurlongkarzinums sicherlich auch mit übermäßigem Genuss von roten Fleisch zu tun hat.
00:31:13: Und da kriegen sie dann die Kurve, weil die Patientin natürlich fragen was kann ich denn jetzt tun?
00:31:17: oder die, die halt noch nicht erkrankt sind, Fragen was kann Ich denn tun um dem vorzubeugen?
00:31:22: und das nutzen wir dann eigentlich schon.
00:31:24: oder aber Thema Hitze wenn wir Vorbereitungen für Koloskopien machen, die die Patientinnen ja durchaus anstrengend und wir dann über das Thema Hitze reden, weil es gerade besonders anstrengend war als ein besonderes heißer Tagfahrt.
00:31:38: Da nutzen wir die Gelegenheit natürlich auch da in das Thema einzusteigen wenn es angenommen wird.
00:31:43: aber in der Regel ist das so und genau Kinder bewegen eigentlich alle und das ist ja auch gut und richtig so.
00:31:50: Ja Herr Schweiger wir kommen zum Schluss.
00:31:52: sie hatten die Utopien eben schon angesprochen möchte ich trotzdem zum Schluss nochmal fragen aufgrund der ganzen Krisen den wir uns gegenwärtig ausgesetzt sehen Wie ist uns gelingen, positiv in die Zukunft zu blicken?
00:32:05: Ich glaube das es wichtig ist dass wir uns... ...die Gestaltung der Zukunft nicht nehmen lassen.
00:32:12: Und ich glaube das auch wichtig ist, dass wir sehen,... ...dass wir positive Zukunft gestalten können.
00:32:19: Ich stelle mir Städte vor die überwiegend autofrei sind wo man aber dennoch eine gute Mobilität hat und die von der Lebensqualität hier einfach viel, viel besser und schöner sind als das was wir jetzt haben.
00:32:33: Und ich denke da gibt es viele, viele Beispiele die nur gedacht werden müssen und ich glaube einfach dass wir aus dieser Angst vor dem Verlust rauskommen müssen in die Gestaltung einer neuen Zukunft die anders sein wird aber ich glaube dass sie nicht unbedingt schlechter und wahrscheinlich sogar besser sein wird.
00:32:51: Ja Herr Schwalger Ganz, ganz vielen Dank.
00:32:53: Ich glaube das Thema ist riesig groß!
00:32:55: Wir könnten noch eine Stunde weiter sprechen und hätten natürlich immer noch nicht alles angesprochen aber vielleicht konnten wir ein paar Punkte aufgreifen und ein bisschen dazu anregen mehr Nachherjustigkeit in der ambulanten Versorgung und auch in den Arztpraxen umzusetzen und vieles ist wahrscheinlich auch mit relativ geringem Aufwand umzusetzten.
00:33:14: was wäre Ihr einfachster Tipp wenn man anfangen möchte?
00:33:22: Einfachste Tipp ist, über die Stromversorgung nachzudenken.
00:33:24: Das geht einfach und ich glaube wenn man sich mit dem Thema beschäftigt es ist wichtig sich nach Mitstreiterinnen umzusehen und sich auszutauschen.
00:33:34: das ist ganz ganz wichtig weil ein Thema ist dass einen durchaus auch mal in die Tiefe ziehen kann und da ist immer gut wenn man nicht alleine ist.
00:33:41: Okay vielen Dank.
00:33:42: vielleicht kann der Podcast ja auch eine Anregung sein den Mal weiter zu empfehlen anfangen möchte, mit dem Thema zu beschäftigen.
00:33:50: Herr Dr.
00:33:51: Schweiger ich wünsche Ihnen eine gute Rückfahrt nach Göttingen.
00:33:54: natürlich nicht mit dem Auto sondern mit dem Zug und auch mit dem Faltrad sind Sie gekommen.
00:33:59: super!
00:34:00: Machen sie so engagiert weiter für die Nachhaltigkeit und für ihre Töchter insbesondere dass die nächste Generation ja auch noch in einer guten Umwelt leben kann?
00:34:11: Ja und ich bedanke mich nochmal ganz herzlich das sich hier sein konnte.
00:34:14: Ich habe mich sehr gefreut wie gesagt dieses Thema einer breiteren Öffentlichkeit nahezubringen.
00:34:20: Vielen Dank dafür!
00:34:23: Das war die sechste Folge ambulant relevant, wie immer erscheint der Podcast parallel mit dem KVN-Magazin.
00:34:30: auch hier geht es in der aktuellen Ausgabe im Schwerpunkt um die zahlreichen Aspekte der Nachhaltigkeit beispielsweise um nachhaltige Architektur für Arztpraxen.
00:34:40: wir sprechen mit den Klimadocs Wir schauen auf Barrierefreiheit und wir geben auch ganz viele praktische Tipps in der Arzt- oder Psychotherapeutenpraxis.
00:34:49: Alles unter kvn-magazin.de.
00:34:52: Klicken Sie sich rein und durch, eine neue Podcastfolge gibt es dann wieder im August und bis dahin sage ich Tschüss und alles
00:35:00: Gute!
00:35:01: Ambulant relevant ist ein Podcast der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen für die rund sechzehntausend landesweit niedergelassenen Ärzte und Ärztinnen sowie Psychotherapeuten und Therapeutinnen.
00:35:13: Redaktionelle Verantwortung Lars Menz Produktion Theo Wurz.
00:35:18: Neue Episoden erscheinen Quartalsweise mit dem KVN-Magazin, zu hören auf allen gängigen Podcastplattformen und auf kvn.de.
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